Geschichten für die Lust

BDSM - Fantasien

Ich bin selbständig, habe ein kleines Geschäft, ein Fahrradgeschäft. Ich komme morgens, sperre den Laden auf, suche ein paar Fahrräder aus, die ich als Ausstellungsstück vor die Tür stelle.

Jeden Tag andere, aber immer ein Herrenfahrrad, ein Damenfahrrad und zwei oder drei Fun- oder Sportbikes mit allem Schnickschnack. Heute nehme ich wieder das Wanderer-Rad ... das Fahrradpendant zum PT-Cruiser. Altmodische Rahmenform, elegant geschwungen, tiefer Einstieg, flaschengrün lackiert. Der hohe Lenker mit einer altmodischen Klingel und dieser tolle Sattel. Bequem, aber fein geschwungen, leicht gepolstert und aus feinstem Leder. Handgearbeitet. Ein befreundeter Sattelbauer macht jetzt solche Fahrradsättel und ich habe immer welche auf Komission da. Der Geruch ... das neue Leder, die Oberfläche. Ich verkaufe die gut, obwohl es ein Anachronismus ist, darf ja nicht nass werden, extra Pflege, aber manche Frauen mögen sowas, die kaufen so einen Sattel wie eine besondere Handtasche oder Stiefel.

Frauen ...

Ich fahre nochmal mit der Hand über die glatte Sattelfläche, streiche im Vorbeigehen darüber als ich wieder in den Laden gehe und stelle mir vor, welcher Hintern diesen Sattel vielleicht mal besitzen könnte. Grinse über meinen kleines Wortspiel. Als ich fast hinten bei der Werkstatttür angelangt bin, spüre ich etwas. Ich schaue auf, das Damenfahrrad rollt auf mich zu.

Sie passt perfekt dazu denke ich unwillkürlich. Blasierter Gesichtsausdruck, lange Haare in einem Knoten zusammengefasst, kurze taillierte Jacke, knielanger Faltenrock, oh schöne Knie!
Und die Stiefel ...nur ein bisschen über den Knöchel .. schöne Knöchel!.. Pfennigabsatz, geschnürt, ganz eng und genau den Fuß umfassend, die Form nachzeichnend.

Sagte ich schon, daß ich schönes Schuhwerk ausserordentlich zu schätzen weiß? Nein, nein ich bin kein Fetischist, mit diesen übertrieben hohen - ob jetzt Absatz oder Schaft - Teilen aus dem Sexshop, also nein, nie!

Nein, ich mag einfach schöne Schuhe. Und da sitzt diese, diese Lady auf diesem Rad und rollt an mir vorbei, beide Beine in diesen umwerfend schönen Schuhen leicht nach vorne und zur Seite gestreckt, als würde sie gerade Fahren lernen.

".....werden die handgefertigt?"

"Hallo?"

"Ääähhhh...wie," ich räuspere mich, schlucke "Äh, ja wie bitte?"

Sie hebt die Augenbraue und wiederholt etwas lauter und akzentuierter: "Ist dieser Fahrradsattel handgemacht? Ein schönes Stück übrigens!" Sie mustert mich von oben bis unten. "Der Rahmen ist zu niedrig, haben Sie das Modell auch noch größer?" "Äh, nein" stammle ich "ddas passt.."

Ich reiße mich zusammen und fahre in geschäftsmässigerem Ton fort "Die Rahmenhöhe passt schon so, da müssen nur Korrekturen an Sattel- und Lenkerhöhe vorgenommen werden. Darf ich mal, ich stelle es Ihnen gerne passend ein, dann können Sie nochmal probesitzen."

Sie schwingt sich vom Sattel und und schiebt das Rad in meine Richtung, provozierend aufrecht steht sie da, gerader Blick, fast arrogant.

Ich senke unwillkürlich den Kopf ... ohh, der Sattel hat einen Fleck, der war doch noch nicht, der ist neu.

Mist.

Der Fleck ist auch neu, wird mir klar, ganz neu und feucht. Ich weiß nicht ob ich sauer oder ... erregt bin, ich spüre wie ich rot anlaufe.

He, das sollte IHR peinlich sein. Fast automatisch stelle ich das Fahrrad auf den Ständer und gehe in die Knie um den Sattel zu lockern und die Höhe einzustellen.

Der Geruch ...
Leder und ...
Mösenduft.

Sie hat sich ohne Slip draufgesetzt, einen feuchten Fleck hinterlassen und es ist ihr nicht mal ansatzweise so ewtas wie Peinlichkeit, Bedauern, was auch immer man erwarten könnte, anzumerken. War das vorhin auch schon so heiß hier drin?

Mit unsicheren Fingern stelle ich den Sattel neu ein, lockere den Lenker und stelle ihn auch höher. Sie ist mit Absätzen sogar etwas größer als ich.

"Bitte" ich drehe das Rad um, stelle es neben sie "Bitte probieren Sie nochmal" Keine Spur meines üblichen selbstbewussten Verkäufertons ist zu hören, nur die reine Bitte.

Mit schweißnassen Händen stehe ich da, immer noch leicht gebückt, ich hole unwillkürlich mit einem kurzen schnappenden Atemzug Luft. Wie wird sie aufsteigen?

Sie hebt kurz die Augenbrauen, lässt ihren Blick über das Rad schweifen, betrachtet mich lange und prüfend.

"Sie liefern doch auch!"

Es ist keine Bitte.

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